Dzsenifer, wie bist du überhaupt vom Fußball zum Padel gekommen?
2022 habe ich mich schwer am Knie verletzt. Damals habe ich noch in Lyon gespielt und hatte dann eine lange Reha-Phase vor mir. Nach knapp vier Monaten sagte der Athletiktrainer, der mich begleitet hat, zu mir: „Hey Dzseni, lass doch mal den Kopf frei bekommen, was Neues machen und Spaß haben nach der langen Qual im Gym. Lass uns Padel spielen.“ Ich wusste gar nicht, von was er redet, und dachte mir: „Ne, mich kriegst du nicht aufs Wasser.“ Dann hat er mich aufgeklärt und meinte: „Keine Sorge, das ist eine Art Tennis-Squash.“ Also haben wir es ausprobiert und direkt beim ersten Mal spielen habe ich mich in die Sportart verliebt.
Was begeistert dich am Padel?
Es ruft einfach so viel ab, es hat mich direkt gepackt und ich wollte wieder spielen. Das Schöne ist, dass jeder Zugang zu dieser Sportart hat. Padel verbindet Menschen. Das Allerschönste ist, dass ich auch mit meinem Vater und meiner Mutter spielen kann. Ich verbinde damit einfach Spaß, Freude, Emotionen, die man mit allen teilen kann.
Woher kam dann der Entschluss, eine eigene Padel-Halle zu eröffnen?
Nachdem ich dann das erste Mal gespielt hatte, wollte ich immer öfter spielen. Ich war schon mehr auf dem Padel- als auf dem Fußballplatz, was eigentlich mein Job war (lacht). Immer wenn ich nach Hause zu meinen Eltern ins Saarland kam, hat es mir gefehlt zu spielen. Dann kam die Frage auf: Warum gibt es das bei uns noch nicht? Nebenan in Frankreich boomt es ja. Aber dort musste ich immer Wochen vorher buchen, um einen Slot zu bekommen. Daher kam dann die Idee einer eigenen Halle. Aber es war nicht leicht, die perfekte Halle zu finden. Also habe ich die ehemalige Bürgermeisterin Charlotte Blitz kontaktiert, die mir sehr geholfen und das „Schanzenberg-Projekt“ präsentiert hat. Das war einfach ein Glücksgriff, denn die Halle ist optimal.
Was war die größte Herausforderung für dich in der Zeit des Baus bis zur Eröffnung?
Der ganze Prozess war ein langer Weg. Bis zur Eröffnung waren es zweieinhalb Jahre. Da brauchte ich eine Menge Geduld – was gleichzeitig meine größte Schwäche ist. Wenn ich etwas möchte, versuche ich alles daran zu setzen, dass es so schnell wie möglich geht. Aber das lag nicht in meinen Händen, die ganzen Genehmigungen zu erhalten und auf jeden Schritt zu warten.