Unter der Leitung von Holger Koppe trafen sich Menschen mit und ohne Handicap auf der Anlage des TC Schiefbahn, um gemeinsam eine Sportart kennenzulernen, die in Deutschland noch vergleichsweise jung ist, international aber längst wächst: Rollstuhl-Padel.

Möglich wurde das Schnuppercamp durch die Unterstützung des Reha Team West und von Ottobock, die Sportrollstühle zur Verfügung stellten. So konnten auch Teilnehmer ohne eigene Rollstuhlerfahrung selbst erleben, welche Anforderungen und Möglichkeiten der Sport mit sich bringt. Viele nahmen zum ersten Mal in einem Sportrollstuhl Platz. Auf dem Court folgte schnell die nächste Überraschung: Rollstuhl-Padel ist schnell, technisch anspruchsvoll und deutlich dynamischer, als es von außen oft wirkt.

Schon nach den ersten Ballwechseln trat der eigentliche Gedanke der Veranstaltung in den Vordergrund. Es ging nicht um Unterschiede, sondern um das gemeinsame Erlebnis. Auf dem Court wurde ausprobiert, gelacht und miteinander gelernt. Aus anfänglicher Unsicherheit entstanden Rallyes, aus Neugier wurde Begeisterung. Immer wieder war zu beobachten, wie Berührungsängste verschwanden und Gespräche entstanden, die ohne den Sport vielleicht nie geführt worden wären.

 

Rollstuhl-Padel

Genau darin liegt die besondere Stärke von Rollstuhl-Padel. Die Sportart schafft Begegnungen auf Augenhöhe und macht Inklusion nicht zum theoretischen Konzept, sondern zur gelebten Realität. Wer an diesem Tag dabei war, konnte erleben, wie schnell gemeinsame Erfolgserlebnisse Barrieren abbauen – ganz unabhängig von körperlichen Voraussetzungen.

Am Ende des Camps fiel das Fazit entsprechend eindeutig aus. Viele Teilnehmer zeigten sich überrascht, wie viel Spaß Rollstuhl-Padel macht und wie selbstverständlich Menschen mit und ohne Handicap gemeinsam auf dem Court aktiv sein können. Noch bevor die letzten Bälle gespielt waren, wurde bereits nach einer Wiederholung gefragt.

Für den TC Schiefbahn ist die gelungene Premiere deshalb weit mehr als eine einmalige Veranstaltung. Sie könnte der Auftakt für eine Entwicklung sein, die Rollstuhl-Padel in der Region nachhaltig voranbringt. Das Interesse ist da, die Begeisterung ebenfalls. Der erste Aufschlag ist gemacht.

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